Computertomographie

Die Computertomographie, die kurz als CT bezeichnet wird, ist ein Röntgenverfahren, bei welchem der Körper in Querschnittbildern dargestellt wird. Vorteile davon sind, dass auch Weichteilgewebe mit geringen Kontrastunterschieden detailreich erfasst werden können – im Unterschied zu herkömmlichen Röntgenaufnahmen, auf welchen nur grobe Strukturen auszumachen sind.

 

Im Gegensatz zu konventionellen Röntgenaufnahmen wird der menschliche Körper nicht nur aus einer Perspektive aufgenommen, sondern durch eine sich drehende Röhre aus allen Richtungen abgetastet, während er durch den Computertomographen vorgeschoben wird.

 

Entwickelt wurde die Computertomographie durch den amerikanischen Physiker Allan M. Cormack und dem britischen Ingenieur  Goldfrey N. Hounsfield. Der Nobelpreis für Physiologie und Medizin wurde ihnen im Jahre 1979 verliehen. Seither gilt die Computertomographie bei der Diagnose von Tumoren, Knochenbrüchen und Entzündungen zu den bedeutendsten bildgebenden Verfahren. 1974 wurde das erste kommerzielle CT-System in Betrieb genommen. Seither hat sich vor allem die Bildqualität und Aufnahmezeit erheblich verbessert. Die ersten Geräte brauchten noch mehrere Minuten für eine Schichtaufnahme, dies dauert bei heutigen Scannern nur noch Bruchteile einer Sekunde. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass die Strahlendosis reduziert werden konnte, ohne an der Bildqualität einsparen zu müssen. Mit der Möglichkeit des digitalen Nachbearbeiten ergeben sich weitere Möglichkeiten. Gefässe können nun in 3D dargestellt werden und man kann berechnen wie stark gewisse Teile durchblutet sind.

 

Damit eine bessere Abgrenzung von Strukturen (Darm, Gefässe, etc.)  erzielt werden kann, wird bei vielen Untersuchungen ein jodhaltiges Kontrastmittel in die Vene gespritzt.

 

Als Vorteile der Computertomographie sind die gute Auflösung, eine kurze Untersuchungszeit zu erwähnen. Die Untersuchung ist nicht invasiv und man kann sie in fast allen Krankenhäusern durchführen. Die Strahlenbelastung ist jedoch relativ hoch. Komplikationen sind jedoch nur in Verbindung mit dem Kontrastmittel zu erwarten, da einige Personen allergisch auf das enthaltene Jod reagieren. Ausserdem ist bei Nierenfunktionsstörung, Allergien und Schilddrüsenüberfunktion sowie einer Schwangerschaft Vorsicht angesagt.